Telepathenkrieg | Teil 1


Raumbasis Prometheus Telepathenkrieg Teil I

Die PSI-Korps-Truppen ergreifen die Macht
ISBN 978-3-89514-673-2

In ihrem 'realistischen' utopischen Roman 'Raumbasis Prometheus - Der Telepathenkrieg' behandelt Petra Morche gleichsam in die Zukunft verlegte Probleme der Gegenwart. Dabei interessiert sie vor allem, ob und wie die Spirale der Gewalt endlich durchbrochen werden kann, denn dies ist für sie die alles entscheidende Voraussetzung für eine realistische Zukunftschance der Menschheit. In ihrer Auseinandersetzung mit philosophischen Anschauungen sowie mit den psychologischen Aspekten menschlicher Handlungen wird Petra Morche vor allem durch die Science-Fiction-Klassiker Star Trek und Babylon 5, aber auch durch sowjetische utopische Literatur inspiriert.


Brigitte Wolff

Endlich wieder ein Buch nicht nur zum Lesen sondern zum Nachdenken mit seinen zutiefst humanistischen Gedanken!
Dabei werden diese Gedanken aber zum Glück nicht vordergründig geführt. Obwohl die Handlung im 27. Jahrhundert angelegt ist, hat man das Gefühl,das Alles könnte auch in unserer Gegenwart auf der heutigen Erde spielen.
Immer wieder die Fragen der Zeit:
> Kann man Krieg mit sauberen Mitteln bekämpfen?
> Heiligt der Zweck die Mittel?
> Wie bleibt ein Mensch menschlich?
Bei allen inhaltsreichen Überlegungen bleibt die Spannung keinesfalls auf der Strecke. Das drückt sich in dem spannungsgeladenen Verhältnis von Telepathen und Nichttelepathen aus. Natürlich ist der Leser neugierig, wie die Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse (Sherman und Burell) gelöst werden wird. Die Auslotung dieser beiden Charaktere wie auch aller anderen Hauptfiguren finde ich besonders gut gelungen. Am Ende des ersten Bandes kann ich nur sagen: Wo bleibt der zweite Band?!


Helmut Olejnioczak, 04157 Leipzig:

Ich bin nur ein ‚gewöhnlicher’ Leser und interessiere mich in der Hauptsache für die Werke von Autoren, welche die geschichtliche Entwicklung der letzten 100 Jahre (und dabei vor allem die der Nordhalbkugel) zum Ziel haben. Dabei ist es egal, ob die geschichtlichen Eriegnisse als realisitischer oder Scienece-Fiction-Roman wiedergegeben werden. Bei all dem ist mir die Romanreihe ‚Prometheus’ von der Autorin Petra Morche in die Hände gekommen. Ich muss sagen: selten ist mir ein Buch begegnet, welches einen so ernsten philosophischen Hintergrund beinhaltet, mit so einer akkuraten Einführung in die Materie der Romanreihe fasziniert. Der Inhalt gibt, wenn auch weit in die Zukunft verlagert, genau die geschichtlichen Vorgänge im Leben der Menschen wieder an, ihre Hoffnungen, ihre Ziele, das Leid, welches ihnen widerfährt und endlichen die Befreiung von der knechtenden körperlichen und seelischen Macht des Widerwärtigen. Ganz gleich mit welchen technischen und psyschologischen Mitteln der Befreiungskampf geführt wird. Ich kann mir nicht denken, dass ein Kritiker wie Herr Schröpf, nicht den wahren Inhalt der Buchreihe begreifen will, sondern sich unbedingt an der etwas längeren, dafür aber sinnvollen Einführung des Bandes festbeißt. Ich jedenfalls warte schon mit Spannung auf die Fortsetzung der Buchreihe Raumbasis Prometheus.


FANTASIA 214/215 | Magazin für Phantastik | edfc ISBN: 978-3-939914-03-7

Seite 172, Franz Schöpf: (In unserem Universum entwickelten sich im Laufe der unendlichen Zeit viele raumfahrende Völker, denn es ist normal, wenn der Planet der 'Geburt des jeweiligen Lebens' zu eng wird, greift das Leben nach den Sternen! Schließlich ist die Evolution ein ständiges Gesetz des Lebens!)
Der Telepathenkrieg ist ein Anfängerroman, der gleich in typische Fehler verfällt, nämlich der eigentlichen Handlung nicht enden wollende Erklärungen und Deutungen vorauszuschicken. Allen, die künftig den gleichen Fehler begehen wollen, sei gesagt: Der Mensch interessiert sich auch als Leser in Wirklichkeit nur für eins, nämlich für den Menschen. Was dieser denkt, erlebt, leidet, fühlt, das ist es, was einen “spannenden” Roman ausmacht, und nicht komplexe Hintergründe, seien sie auch noch so klug ausgedacht. Der Telepathenkrieg hätte einer gründlichen Überarbeitung und Straffung bedurft, bei der auf einen unmittelbaren Einstieg in die Handlung aus Sicht einer wesentlichen Person Wert gelegt wird und die ganzen Hintergrundinformationen wohl dosiert und gut verteilt einfließen lässt. Bewundert habe ich das schöne Layout des Buches, das für ein Produkt eines Kleinverlages, der momentan nur diese eine Werk im Programm hat (dessen Copyright überraschenderweise auf 'Karin Fischer Verlag' Lautet), ungewöhnlichg professionell und gefällig ist.


> Antwort von Renate Pankewitz, Leipzig:

Als ich die Kritik zu Petra Morches Raumbasis las, war ich echt verblüfft und wurde den Verdacht nicht los, dass das so temperamentvoll bekrittelte Buch wohl absolut diagonal gelesen wurde. Petra Morche geht es genau um das, was der Kritiker verneint - nämlich um den Mensch, in allen Facetten seines Daseins. Um Wut, Neid, Hass, Güte, Verständnis. Da wird gefühlt und gelitten, gibt es gute und schlechte Entscheidungen, gibt es eine spannungsreiche Handlung und man möchte immer mehr über die Akteure wissen. Hallo Herr Kritiker, haben wir das gleiche Buch gelesen? Wieso verstehe ich es und Sie nicht? Schließlich bekommen Sie ein Honorar dafür! Ganz am Schluss gibt es dann einen Ästheten-Bonus für ein perfektes Layout. Oder kokettiert da jemand mit seinen typografischen Kenntnissen? Gleich anschließend, mein Blick fiel - zugegeben zufällig - darauf, wird dem (un)mündigen Leser im Stil eines Schulaufsatzes erklärt, was denn der Herr Fontane so meinte, als er die Jenny Treibel schrieb … Ein Glück, dass es eine strikte Trennung gibt zwischen oberflächlichen Kritiken und Autoren mit Tiefgang. In diesem Sinn - Frau Morche und Herr Fontane lassen grüßen ….