Autorin von Raumbasis Prometheus - der Telepathenkrieg


die Autorin: Petra Morsche

Petra Morche

Petra Morche, geb. 1954 in Kamenz, aufgewachsen in Dresden. Nach dem Abitur studierte sie von 1972 bis 1976 Philosophie an der Universität Leipzig, der damaligen 'Karl-Marx-Universität'. 1974 heiratete sie und bekam zwei Kinder. Nach ihrem Abschluss als Dipl. phil. unterrichtete sie bis Ende 1991 als Philosophielehrerin. Von 1992 bis 1995 absolvierte sie eine Fachschulausbildung zur Physiotherapeutin und arbeitete in diesem Beruf zuerst als Angestellte, bevor sie 1997 eine eigene physiotherapeutische Praxis eröffnete, in der sie auch heute noch tätig ist.


Liebe Leser,
ich bin der Auffassung, dass man niemals NIE sagen soll, denn es gibt unendlich viele Dinge und Situationen, welche man nicht sofort, vielleicht jedoch auch gar nicht versteht!
Aber das bedeutet nicht, dass so etwas nicht existieren kann, dass so etwas nicht geschehen kann oder zumindest geschehen könnte.
Es wäre unwissenschaftlich, wenn man zur Zeit unerklärliche Dinge einfach als „nicht existent“ abtut oder sogar ihre Möglichkeit verneint.
Es gab und wird auch zukünftig immer wieder viele Dinge geben, welche für uns unvorstellbar sind und doch trotzdem geschehen.
Viele davon werden dann von uns Menschen als Wunder angesehen, doch vielleicht sind wir in unseren Erkenntnissen und Fähigkeiten nur noch nicht soweit, diese jetzt zu begreifen. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir immer mehr in die Tiefe der Dinge eindringen werden, dabei ist es durchaus möglich, dass scheinbar erst einmal Unbegreifliches unseren Denken ein Halt gebietet, doch im Großen und Ganzen werden wir Möglichkeiten der Erklärung und des Verstehens finden, nicht immer unbedingt der Einzelne, aber sicherlich die Menschheit.
In vielen utopischen Romanen, wie auch in meinen, existieren mehrere Universen, viele Dinge - ob nun Wunder oder Möglichkeiten oder sogar Wahrscheinlichkeiten - welche noch nicht begreifbar sind.
Und das bedeutet, in unserer Phantasie ist zumindest schon alles möglich und begreifbar und das ist eine wichtige Voraussetzung dafür, immer tiefer in die Geheimnisse der Natur aller Dinge einzudringen.
Viele Universen, das bedeutet durchaus Gemeinsamkeiten, Ähnlichkeiten aber auch Unterschiede.
In meinen - dass hoffentlich auch Ihr Universum wird – gibt es also Ereignisse und Dinge, welche durchaus, genauso oder eventuell so ähnlich in einem anderen Universum geschehen sein können.
Denn jedes Ereignis birgt Unendliches für weiteres Geschehen in sich, abhängig von der konkreten Entwicklung, aber auch von unserer Phantasie beziehungsweise unserem Vorstellungsvermögen.
Scheinbar Unbekanntes bringt Bekanntes hervor und umgekehrt, gleiche Ausgangspunkte rufen unter nur etwas veränderten Bedingungen ganz andere Geschehnisse hervor.
Doch jedes Ereignis, jedes Geschehen besitzt seine konkrete Vergangenheit und ist immer Ausgangspunkt für weitere Ereignisse.
Zu Beginn meines Schreibens, kannte ich das Ende meiner Erzählungen noch nicht, es hat sich einfach alles so entwickelt, und ich fand das äußert interessant und spannend.
Ich hoffe, Ihnen geht es genauso, und vielleicht finden Sie die Ereignisse in meinem Universum auch so interessant, dass Sie wissen wollen, was genau geschieht.
Warum ich zu schreiben begann?

Nach der Wende bin ich Star Treck Classik sowie Babylon 5 Fan geworden, natürlich habe ich mittlerweile alle Filme und Serien davon gesehen und alle dazu in der deutschen Sprache erschienenen Bücher gelesen.
Ich habe schon als Kind sehr gern gelesen, unter anderem auch utopischer Literatur. Interessiert war ich besonders an sowjetischen Science Fiction Romanen und Erzählungen, aber auch an diesbezüglicher DDR Literatur. Zu nennen sind hier unter anderen „Menschen wie Götter“ von Sergej Snegow, „Aomvulkan Golkonda“ von Arkaij und Boris Strugatzki sowie von Güther Krupkat „Als die Götter starben“ und „Nabou“.
Weitere lesenswerte Schriftsteller dieser Thematik waren Karlheinz Tuschel, Klaus Frühauf und Rainer Fuhrmann, um nur einige von ihnen zu nennen.

Als Babylon 5 sich als Serie verabschiedete war ich darüber ziemlich traurig und frustriert, vor allem, weil 20 Jahre des Geschehens nur angedeutet worden.
Ich wollte aber unbedingt wissen, was genau geschieht.
Also habe ich im Jahre 2002, mehr so als Zeitvertreib, angefangen zu schreiben.
Und ich stellte fest, dass das ungeheuren Spaß macht.
Konnte ich als Leser bisher unzählige Leben mitleben, konnte ich plötzlich selbst ´Leben ´gestalten´.
Äußerst interessant war und ist dabei für mich, dass ich mich nach meiner Arbeit an den Computer setzen kann und ich mich dadurch plötzlich in einer anderen Welt, manchmal auch in einem anderen Universum befinde, also mit meinen Helden erstaunliche Abendteuer ´erleben´ kann.
Mein Mann, mein erster Leser und auch Kritiker, wollte oft von mir wissen: „Wie geht es eigentlich weiter?“. Doch ich konnte wirklich immer nur antworten: „Tut mir leid, das weiß ich nicht!“ Irgendwie ´entwickelt´ sich das Leben meiner Helden, konkret wusste ich es vorher nie.
Natürlich war das für mich immer selbst sehr spannend und manchmal auch äußerst nervenaufreibend, denn ich empfand und empfinde alles, was diese erlebten, mit. Mittlerweile schreibe ich am neunten Buch.

Irgendwann erzählte ich auch einigen Patienten von meinem neuen Hobby und einige von ihnen baten mich dann darum, meine Scripte lesen zu können. Zusätzlich zur Behandlung gab es nun auch des Öfteren interessante Diskussionen zu meinen Büchern. In der Zwischenzeit hatte sich aber alles etwas von meinem Ausgangspunkt - ich wollte wissen, was im Babylon 5 Universum geschieht - verselbständigt und wirklich ein Eigenleben angenommen, es existierten nun auch andere Universen für mich mit eigenständigen Geschichten.
Ich begann auch meine tägliche Arbeit, meine ständigen Kontakte mit neuen Patienten und natürlich auch die Geschehnisse in der Welt, gute sowie schlechte, mit anderen Augen zu sehen, denn ich versuchte diese nun auch immer aus der Sicht des Schreibens zu analysieren.
Bezugnehmend auf meine Kenntnisse aus meinem Philosophiestudium und nachfolgender Lehrertätigkeit versuchte ich nun wichtige Ereignisse in der Welt, aber auch meine eigenen tagtäglichen Erlebnisse in meiner heutigen Arbeit als Physiotherapeutin, philosophisch zu Hinterfragen und dementsprechende Antworten darauf zu finden.
Nach und nach Begriff ich, dass ich in meinen Büchern eigentlich bedeutsame Geschehnisse der letzten Jahre, also der neueren Geschichte, wie die Wende, den 11. September, den Irakkrieg, um nur einige zu nennen, verarbeitete. Dabei versuchte ich gleichzeitig zu ergründen, in wie weit meine eigenen Ideen, Vorstellungen und Ideale nach diesen gesellschaftlichen Veränderungen noch Bestand haben.
Ich ´stellte´ mich den gesellschaftlichen Veränderungen, indem ich meine Helden ähnliche Geschehnisse erleben lies und fand für mich Wahrheiten, die sich hoffentlich im Handeln und Leben meiner Romangestalten widerspiegeln.
Von größtem Interesse war dabei für mich vor allem, was denken, was erleben, was leiden, was fühlen Lebewesen, egal welcher ´Art und Rasse´ unter den konkreten Geschehnissen. Wie werden sie mit ihrem scheinbaren Schicksal fertig? Gelingt es ihnen Menschlichkeit zu bewahren? Siegt bei Ihnen Hass und Rachsucht?
Werden sie durch ihr Handeln selbst zu Verbrecher?
Können sie, können wir, die uns scheinbar beherrschende Gewaltspirale durchbrechen?
Werden wir die Zukunft meistern? Wird es eine Zukunft für die Menschheit geben?
Natürlich hoffe ich vor allem Letzteres, doch dazu muss die Menschheit, in meinen Büchern, die Union Raumfahrender Völker, lernen gemeinsam alles zu Durchdenken und dementsprechend auch gemeinsam zu Handeln!
Unabhängig von der Kultur, von der Haut- und Haarfarbe sowie auch von genetischen Eigenschaften müssen wir tolerant miteinander umgehen, um gemeinsam Lösungen für die heutigen Menschheitsprobleme zu finden. Ich verlegte mich bei meiner Suche nach Antworten in die Zukunft, weil ich in diesen Gangre spannende Handlungen darstellen kann und manchmal bessere Lösungsmöglichkeiten für die anstehenden Probleme fand und finde.
Petra Morche